Die Polarisierungen und Projektionen sind wie ein offenes Buch

 “Je suis…“.Geplante Demo in Freiburg am 23.1., Brief an Hr. Salomon von Gertrud

Sehr geehrter Herr Salomon

Sie befinden sich gerade auf der heutigen Demo gegen Pediga und für Charlie…  Die ganzen Polarisierungen und Projektionen sind für mich wie ein offenes Buch, in welchem die begrenzten Denkstrukturen und relativen Bewusstseinsebenen der Menschen auf allen Ebenen zu lesen sind. Was spräche DAFÜR, sich einmal intensiv damit auseinander zu setzen, ob der Name Pegida inhaltlich überhaupt noch stimmt. Es soll ja inzwischen Studien geben, die in der stets wachsenden Zahl der Demonstranten Menschen dabei sind, die ganz andere Gründe für Ihre Teilnahme haben. Es wird höchste Zeit, das Feindbild Pegida zum Anlass zu nehmen, mit ihnen Gespräche zu führen. Kinder, die nur beschimpft werden, statt dass man ihre Anliegen mal anhört, werden doch auch nur immer motziger! Und diese kritiklosen Massendemonstrationen wie ein Herdentrieb sollte gerade uns Deutsche warnen.

Und nun noch die andere Seite von Charlie Hebdo, statt nur solidarisch mit dem tragischen und dennoch karmischen Geschehen auch einmal kritischer umzugehen. Wir brauchen doch nur die Berichte von ehemaligen Mitarbeitern zu hören und von den jetzigen Differenzen zu erfahren, um vielleicht ebenfalls zu der Meinung einer Mitarbeiterin von dem Team zu kommen: “Der Preis war zu hoch.” Zu deutsch:” Wir haben uns zu weit aus dem Fenster gelehnt.” Das Team hat sich dem Chef zu sehr gebeugt.

“Werden wir zum Opfer, schlummert in uns auch der Täter nach der Aussage von Jesus: “Was ihr sät werdet ihr ernten” (Karmagesetz).

Vielleicht sollten wir mal mehr über Sinn des Lebens überhaupt nachdenken.

Mit freundlichen Grüßen
Gertrud Perach


Save pagePDF pageEmail pagePrint page